{"id":148,"date":"2018-02-15T12:12:32","date_gmt":"2018-02-15T11:12:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.digitalreport.at\/?p=148"},"modified":"2018-02-15T12:12:32","modified_gmt":"2018-02-15T11:12:32","slug":"google-hat-immer-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/2018\/02\/15\/google-hat-immer-recht\/","title":{"rendered":"Google hat immer Recht"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.digitalreport.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/cursor.png\"><div style=\"width: 148px;\" data-width=\"148\" class=\"ratio-wrap-left\"><div class=\"ratio-box\" style=\"padding-bottom: 129.72972972973% !important;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-287 lazyload\" alt=\"\" width=\"148\" height=\"192\" data-src=\"https:\/\/www.digitalreport.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/cursor-870x1127.png\" data-srcset=\"https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-870x1127.png 870w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-232x300.png 232w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-768x995.png 768w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-790x1024.png 790w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-600x777.png 600w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-926x1200.png 926w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-116x150.png 116w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor-670x868.png 670w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/02\/cursor.png 988w\" data-sizes=\"(max-width: 148px) 100vw, 148px\"><\/img><\/div><\/div><\/a>Wie nutzen Jugendliche soziale Medien anders\u00a0als Erwachsene? Barbara Buchegger von der\u00a0 Initiative Saferinternet.at gibt Einblick\u00a0\u2013 und erkl\u00e4rt die Risiken und Unklarheiten, denen Teenager bei der Informationssuche ausgesetzt sind<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Noch vor wenigen Jahren stiegen Jugendliche mit 10 oder 12 Jahren ins Internet ein. Das ist sprunghaft nach unten gegangen: Wir beobachten derzeit einen Einstieg ins Netz zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr. Zwar haben die Kinder in diesem Alter keine eigenen Ger\u00e4te, aber sie nutzen jene der Eltern oder gro\u00dfen Geschwister. Noch ehe ein Kind ein eigenes Smartphone oder Computer besitzt, hat es schon viele Erfahrungen online gesammelt \u2013 nicht immer nur angenehme. Gerade Kinder nutzen Ger\u00e4te h\u00e4ufig nicht nur Ger\u00e4te mit einem Bildschirm, auch Sprachsteuerung ist zunehmend in Verwendung. Das Kleinkind, das im Einkaufszentrum die nervige Musik mit \u201eAlexa, Musik aus\u201c abdrehen m\u00f6chte, ist keine Seltenheit mehr. Das Baby, das ein Magazin oder den Fernseher mit Wischbewegungen steuern will, auch nicht. <\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Das Ganze zeigt: Das Internet ist f\u00fcr Kinder und Jugendliche so selbstverst\u00e4ndlich wie f\u00fcr die Eltern der Kugelschreiber. Wir bei Saferinternet.at beraten Eltern, LehrerInnen, Jugendliche und auch SeniorInnen \u2013 und sehen gro\u00dfe Unterschiede zwischen den Generationen.<!--more--><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Zum Beispiel gibt es Unterschiede, was als unh\u00f6flich erachtet wird: Eltern finden es oft unh\u00f6flich, wenn der eigene Nachwuchs w\u00e4hrend des Abendessens auf das Handy starrt. Gleichzeitig gibt es aber auch Kommunikationsformen, die die Kinder irritierend finden: W\u00e4hrend die Eltern und vor allem Gro\u00dfeltern das Telefonieren noch f\u00fcr eine wichtige Kommunikationsform halten, sehen dies J\u00fcngere oft anders. Telefonieren oder das Abheben des Telefons im Beisein anderer Personen wird als unh\u00f6flich angesehen und die Eltern und Gro\u00dfeltern daf\u00fcr auch kritisiert. <\/span><\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b><i>Welche Apps <\/i><\/b><\/span><span class=\"s1\"><b><i>Jugendliche nutzen<\/i><\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">F\u00fcr Jugendliche ist das Smartphone nicht in erster Linie ein Ger\u00e4t, um jemanden anzurufen, sondern um ihr Leben zu organisieren und in engem Kontakt zu den eigenen Freunden zu stehen \u2013 \u00fcber unterschiedliche Apps. Es ist ein Mythos, dass Teenager nur jene sozialen Netzwerke verwenden w\u00fcrden, auf denen die Eltern blo\u00df nicht anwesend sind. Gerade WhatsApp ist die meistverbreitete App unter Jugendlichen und dort sind auch oft die Eltern und Gro\u00dfeltern unterwegs. Und Facebook wird so verwendet, wie Erwachsene die t\u00e4gliche Papier-Zeitung nutzen: Zum Nachrichten lesen, neue Infos aus dem eigenen Sportverein oder Interessantes von Celebreties sehen. Vor allem \u00e4ltere Jugendliche haben nach wie vor ihren Facebook-Account und nutzen ihn passiv. Dar\u00fcber hinaus verwenden Teenager auch Netzwerke, die \u00e4ltere Personen wenig kennen und nutzen, wie Snapchat \u00a0\u2013 das zeigte unsere Befragung.<\/span><\/p>\n<p class=\"p8\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s1\"><b>Von den Jugendlichen nutzen:<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p12\" style=\"text-align: center\"><b>85\u00a0<\/b><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Whatsapp<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p15\" style=\"text-align: center\"><b>81\u00a0<\/b><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>YouTube<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p16\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s4\"><b>63\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Instagram<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p16\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s4\"><b>59\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Snapchat<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p16\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s4\"><b>52\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Facebook<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p19\" style=\"text-align: center\"><em><span class=\"s1\">Das ergab der <a href=\"https:\/\/www.saferinternet.at\/projekte\/jugend-internet-monitor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jugend-Internet-Monitor 2018<\/a>\u00a0 von Saferinternet, der Teenager\u00a0 befragte, welche sozialen Apps sie verwenden (n\u2009=\u2009400, Altersgruppe 11 bis 17)<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Unsere Umfrage ergab: Jugendliche nutzen also eine gro\u00dfe Anzahl an Apps und Tools rund um Kommunikation, Unterhaltung und Spielen. Auch wenn es f\u00fcr Erwachsene auf den ersten Blick nicht so wirkt, erf\u00fcllen die genannten Plattformen f\u00fcr Jugendliche alle die Funktion eines sozialen Netzwerkes: So wird in YouTube viel mit anderen Personen kommuniziert, die gleiche Interessen haben wie man selbst. So werden \u00fcber Instagram neue Freundschaften gebildet. Auch Gruppen in WhatsApp erreichen eine recht gro\u00dfe \u00d6ffentlichkeit, wenn ganze Klassen oder Schulen in einer Gruppe wichtige Begebenheiten mitbekommen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b><i>Offline gibt es f\u00fcr\u00a0<\/i><\/b><\/span><span class=\"s1\"><b><i>Teenager einfach nicht<\/i><\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Dass Eltern eine andere Handynutzung aufweisen, kann auch zu Problemen f\u00fchren: Zum Beispiel passiert es immer wieder, dass Eltern einen Urlaub in einem Land au\u00dferhalb der EU in einem Hotel ohne Internet buchen. W\u00e4hrend Berufst\u00e4tige die Idee, einmal richtig abzuschalten, durchaus verlockend finden, ist dies f\u00fcr Jugendliche mitunter eine Horrorvorstellung: Ein internetloses Hotel erschwert ihnen, ihre sozialen Netzwerke aufrecht zu erhalten. Das beste Beispiel hierf\u00fcr ist das soziale Netzwerk Snapchat. Diese App bietet eine Funktion, die von Jugendlichen als ein Kennzeichen f\u00fcr die Enge einer Freundschaft oder Beziehung angesehen wird, genannt der \u201eStreak\u201c oder die \u201eFlammen\u201c. Haben sich zwei Personen in den vergangenen 24 Stunden Fotos oder Videos geschickt, dann wird das unter der Kategorie \u201eBest Friends\u201c als Flamme angezeigt und daneben zeigt eine Zahl an, wieviele Tage lang diese zwei Personen ohne Unterbrechung in Kontakt waren. F\u00fcr Jugendliche signalisieren die Flammen, wer ihre allerbesten Freunde sind: Steht neben der Flamme eine hohe Zahl, wird dies als Zeichen einer hohen Bedeutung dieser Person gewertet. Dies darf nicht nur einmal f\u00fcr 24 Stunden unterbrochen werden, denn dann ist der Streak weg \u2013 die Freundschaft wird hoffentlich nicht gek\u00fcndigt, doch es besteht entsprechende Gefahr, dass der Freund oder die Freundin entt\u00e4uscht ist. Daher sind Jugendliche auch bereit, Risiken einzugehen. Sie geben ihre Zugangsdaten zum Beispiel an andere Personen weiter, wenn ein Internet-Zugang im Hotel w\u00e4hrend des Urlaubes nicht gew\u00e4hrleistet sein sollte. Dies f\u00fchrt mitunter zu einer Art \u201eIdentit\u00e4tsdiebstahl\u201c, denn nicht immer erweist sich die andere Person als komplett vertrauensw\u00fcrdig und gibt die Daten nach Ablauf einer \u201eUrlaubsvertretung\u201c auch wieder heraus. Im schlimmsten Fall f\u00fchrt also die Urlaubsbuchung der Eltern dazu, dass Jugendliche unvorteilhafte Pl\u00e4ne schmieden und ihre Identit\u00e4t online entwendet wird. Mein Tipp ist, sich f\u00fcr das Kommunikationsverhalten der eigenen Kinder zu interessieren und notfalls einen Kompromiss zu finden, dass diese zum Beispiel einmal am Tag 10 Minuten online sein d\u00fcrfen \u2013 das verhindert bereits viele Konflikte.<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Eine gro\u00dfe Herausforderung ist auch, dass Jugendliche zwar permanent das Internet f\u00fcr die Suche nach Information nutzen \u2013 dass ihnen die genaue Beurteilung von Information aber sehr langweilig erscheinen kann. <\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Bei der Medienkompetenz beobachten wir einen gro\u00dfen Unterschied zwischen Theorie und Praxis: Wie man Information im Internet \u00fcberpr\u00fcft, k\u00f6nnen Jugendliche oft theoretisch benennen. Sie wissen, dass man eine Behauptung mit anderen Quellen vergleichen oder diese Behauptung \u201eeinfach googeln\u201c kann, doch sie tun es in der Praxis h\u00f6chst selten und wenn, dann unwillig, ist unsere Beobachtung aus vielen Trainings und Besuchen in Schulen. Denn Informationen bewerten ist langweilig und zeitaufw\u00e4ndig. Auch sind sehr viele Jugendliche nahezu def\u00e4tistisch, was die Suche nach Fakten betrifft, und \u00e4u\u00dfern mitunter die Meinung, dass man sich \u201eohnehin nie sicher sein kann\u201c. Eine solche Sichtweise l\u00e4sst die Suche nach Information noch weniger attraktiv wirken.<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Im Jahr 2016 haben wir eine Umfrage unter Jugendlichen gemacht. Wir wollten wissen, welche Informationsquellen Jugendliche f\u00fcr tagesaktuelle Themen nutzen, und welche Quellen sie glaubw\u00fcrdig finden. Hier zeigte sich, dass Teenager in einer Zwickm\u00fchle stecken: Die beliebteste Informationsquelle der Jugendlichen waren soziale Netzwerke \u2013 gemeinsam mit dem Fernsehen (beide Medien nutzen 59 Prozent der Befragten). Doch obwohl soziale Medien der erste Kanal sind, den Jugendliche f\u00fcr die Informationssuche benutzen, misstrauen sie diesem Medium immens: Nur zehn Prozent der Befragten hielten soziale Medien f\u00fcr glaubw\u00fcrdig. <\/span><\/p>\n<p class=\"p8\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s1\"><b>Welche Medien halten Jugendliche f\u00fcr sehr glaubw\u00fcrdig?<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p12\" style=\"text-align: center\"><b>32\u00a0<\/b><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Radio<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p15\" style=\"text-align: center\"><b>29\u00a0<\/b><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Fernsehen<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p16\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s4\"><b>23\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Webseiten klassischer Medien<br><\/br>\n<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p16\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s4\"><b>21\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Wikipedia<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p16\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s4\"><b>20\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>Tageszeitungen\/Magazine<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p16\" style=\"text-align: center\"><span class=\"s4\"><b>10\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s3\"><b>%\u00a0<\/b><\/span><span class=\"s1\"><b>soziale Netzwerke<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p19\" style=\"text-align: center\"><em><span class=\"s1\">Das ergab eine <a href=\"https:\/\/www.saferinternet.at\/fileadmin\/redakteure\/Footer\/Presse\/Infografik_Studie_Geruechte_im_Netz_DE.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfrage<\/a> von Saferinternet.at Ende 2016 (n\u2009=\u2009400, Altersgruppe 14 bis 18)<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Jugendliche konsumieren als Informationen vorrangig auf Plattformen, die ihnen wenig vertrauensw\u00fcrdig erscheinen. Gleichzeitig waren 86 Prozent nicht sicher, ob Informationen im Internet richtig oder falsch sind. Obwohl Jugendliche also mit dem Internet aufgewachsen sind und dieses auch als prim\u00e4re Informationsquelle (gemeinsam mit dem Fernsehen) nutzen, erscheint ihnen die Bewertung der Online-Information m\u00fchsam und auch schwer.<br><\/br>\nWir sehen zum Beispiel, dass Jugendliche Apps zwar zur Unterhaltung oder f\u00fcr sozialen Austausch nutzen, ihnen aber weniger Verwendungsm\u00f6glichkeiten bekannt sind, wie sich diese Kan\u00e4le auch f\u00fcr die eigene Recherche einsetzen lassen: Zum Beispiel finden einige \u00e4ltere Jugendliche die Idee nahezu absurd, Twitter als eine Informationsquelle f\u00fcr die Suche nach wissenschaftlichen Inhalten zu nutzen. Sie verbinden das Netzwerk nur mit Celebrities oder vielleicht noch PolitikerInnen, aber nicht mit WissenschaftlerInnen und deren Ver\u00f6ffentlichungen. Dass man auf Twitter zum Beispiel auch viele Forscher finden kann, k\u00e4me ihnen nicht in den Sinn: Sie assoziieren diese Plattform eher mit Beyonc\u00e9 oder David Alaba. <\/span><\/p>\n<p class=\"p2\">Wir beobachten auch ein gro\u00dfes Vertrauen in Google \u2013 speziell in den obersten Treffer auf Google. Gerade \u00e4ltere Jugendliche haben oft schon \u00fcber Jahre hinweg viele Produkte aus der Google-Welt genutzt und die Ergebnisse, die die Suchmaschine liefert, ist auf ihre Interessen zugeschnitten.<\/p>\n<p class=\"p2\">Die Teenager sind daher auch mit ihren Suchergebnissen in Google sehr zufrieden. Denn Google kennt sie und ihre Bed\u00fcrfnisse recht gut. So erkl\u00e4ren sie auch die Verhaltensweise, \u00fcber die erste Google-Suchergebnisse-Seite nicht hinaus gehen zu m\u00fcssen. Denn auf der ersten Seite finden sich alle f\u00fcr sie relevanten Suchergebnisse. Dies birgt aber mehrere Gefahren in sich: Wer immer nur die ersten Treffer auf Google anklickt, ist wom\u00f6glich im eigenen Blick auf ein Thema eher eingeengt. Auch gibt es Suchanfragen an Google, die keine hochwertigen Ergebnisse auf den ersten Treffern liefern \u2013<br><\/br>\nund in diesem Fall k\u00f6nnen auch unseri\u00f6se Seiten unter den ersten Google-Ergebnissen liegen.<\/p>\n<p class=\"p2\">Interessiert Jugendliche ein Thema wirklich, so suchen sie in YouTube nach Infos. YouTube ist neben der Unterhaltungsmaschine auch eine Suchmaschine. Doch gerade auf YouTube kursieren auch viele unseri\u00f6se Informationen \u2013 doch es ist schwer, den Wahrheitsgehalt solcher Videos zu \u00fcberpr\u00fcfen. So sind Jugendliche mit \u201eFake News\u201c aus Themenbereichen konfrontiert, die Erwachsene nicht als \u201eFake News\u201c wahrnehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"p2\">Es geht bei diesen unseri\u00f6sen Videos oft nicht um eindeutig politische Themen, sondern um fragw\u00fcrdige Behauptungen zu allt\u00e4glichen Lebensbereichen wie K\u00f6rperbewusstsein, Sch\u00f6nheit, Life-Hacks, Ern\u00e4hrung, Computerspiele und dem Leben der Celebrities. Gerade Jugendliche sehen auf YouTube viele Falschmeldungen \u2013 oft andere Falschmeldungen als jene, die unter Erwachsenen kursieren. Spr\u00f6dere Themen wie Politik oder Geschichte interessieren wohl nur einen kleinen Teil der Jugendlichen.<\/p>\n<p class=\"p2\">Unseri\u00f6se Information ist nicht das einzige Problem: Gerade auf YouTube ist es f\u00fcr Kinder und Jugendliche sehr schwer, einzusch\u00e4tzen, aus welchen Gr\u00fcnden etwa ver\u00f6ffentlicht werden. Zum Beispiel erkennen sie Product Placement h\u00e4ufig nicht \u2013 also Produkte, die gezielt in den Videos beliebter YouTuber (sogenannter Influencer) platziert werden, und Werbezwecken dienen sollen. Auch interessiert Kinder und Jugendliche nicht unbedingt, wie sich Influencer finanzieren. Vor allem J\u00fcngere hinterfragen die \u00f6konomischen Zw\u00e4nge der YouTuber nicht, sondern sehen hierin eher einen Traumjob: \u201eIch kann das machen, was mir wirklich Spa\u00df macht und werde auch noch reich dabei!\u201c Wenn wir in den vergangenen Jahren in Volksschulen Schulungen abhielten, haben Kinder h\u00e4ufig diese Haltung ge\u00e4u\u00dfert. F\u00fcr einige Volkssch\u00fcler, wie auch \u00e4ltere Kinder, sind jene YouTuber, deren Videos sie konsumieren, HeldInnen, denen sie ungefiltert alles abnehmen.<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b><i>Aufkl\u00e4rung ist\u00a0sehr wohl m\u00f6glich<\/i><\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p2\">Informationen aus digitalen Medien zu bewerten ist f\u00fcr Kinder aller Altersgruppen eine Herausforderung. Doch falsch w\u00e4re es, deswegen zu resignieren: Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Erwachsene und auch LehrerInnen einiges tun. Ein simpler Schritt ist, in der Schule diese Themen immer wieder anzusprechen.<\/p>\n<p class=\"p2\">Warum kann nicht nach jedem Referat, das Sch\u00fclerInnen halten, die genutzte Quelle daf\u00fcr in Betracht gezogen werden? Die Jugendlichen lernen viel dabei, wenn gemeinsam ein Blick darauf geworfen wird, warum es sich im jeweiligen Fall um eine vertrauensw\u00fcrdige Quelle handelt\u00a0\u2013 oder nicht. Die Ger\u00e4te werden von den Kindern ab jungen Jahren eingesetzt \u2013<br><\/br>\numso wichtiger w\u00e4re es, Kindern und Jugendliche ab jungen Jahren bereits ein St\u00fcck mehr Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien zu geben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><b>Zur Autorin<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/www.digitalreport.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/buchegger.png\"><div style=\"width: 88px;\" data-width=\"88\" class=\"ratio-wrap-left\"><div class=\"ratio-box\" style=\"padding-bottom: 100% !important;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-124 lazyload\" alt=\"\" width=\"88\" height=\"88\" data-src=\"https:\/\/www.digitalreport.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/buchegger.png\" data-srcset=\"https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/07\/buchegger.png 248w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/07\/buchegger-150x150.png 150w, https:\/\/www.digitalreport.at\/report-facebook\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/07\/buchegger-151x150.png 151w\" data-sizes=\"(max-width: 88px) 100vw, 88px\"><\/img><\/div><\/div><\/a>Barbara Buchegger ist <\/span><span class=\"s1\">p\u00e4dagogische Leiterin\u00a0 von Saferinternet.at.\u00a0 Sie besch\u00e4ftigt sich mit\u00a0 der digitalen Lebens\u00ad<\/span><span class=\"s1\">welt von Kinder und\u00a0 Jugendlichen und ver<\/span><span class=\"s1\">mittelt dies vor allem\u00a0Erwachsenen. Die Initiative\u00a0 Saferinternet.at unter\u00a0<\/span><span class=\"s1\">st\u00fctzt Kinder, Jugendliche und deren erwachsene\u00a0 Bezugspersonen bei der sicheren und verant<\/span><span class=\"s1\">wortungsvollen Nutzung\u00a0 von Internet und Handy.<\/span><\/p>\n<p class=\"p4\"><a href=\"http:\/\/www.saferinternet.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"s1\">www.saferinternet.at<\/span><\/a>\u00a0<span class=\"s1\">bietet Brosch\u00fcren, Berichte \u00fcber neue Trends und Tools f\u00fcr Schulungen.<\/span><\/p>\n<p><em>Das obige Bild stammt von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/cursor-finger-hand-hyperlink-link-154478\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pixabay<\/a><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie nutzen Jugendliche soziale Medien anders\u00a0als Erwachsene? 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