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Sechs Beobachtungen zu den Parteien

Alle Illustrationen auf dieser Webseite stammen von Anna Hazod

1 Prozent: Insgesamt betrachtet, hat die Facebook-Seite der ÖVP nur wenig Likes, Kommentare und Shares. Sie erhält gerade einmal 1 Prozent der Interaktion der politischen Seiten. Parteichef Sebastian Kurz erntet hingegen 31 Prozent der Gesamtinteraktion. Das zeigt, wie massiv die gesamte digitale Strategie der ÖVP auf dem Parteichef aufbaut. Einfach gesagt: Während die ÖVP auf Facebook ein Zwerg ist, ist ihr Parteichef Kurz ein Riese (und dieses Ungleichgewicht ist deutlich größer als bei den anderen Parteien).

45 Mal hat die SPÖ zwischen 1. Januar bis 1. Juni 2018 auf ihre eigenen Adressen spoe.at und kontrast.at (das Blog des SPÖ-Parlamentsklub) verwiesen. Man kann daran erkennen, wie sehr die Parteien in den vergangenen Jahren dazu über gegangen sind, ihre eigenen Kanäle im Netz zu forcieren.

139 Mal hat Heinz-Christian Strache in rund fünf Monaten die Webseite der „Kronen Zeitung“ auf seinem offiziellen Account geteilt. Krone.at war deswegen mit Abstand die meistgeteilte Seite in der Auswertung.

45,5 Prozent: Mit Humor spielen die Neos – das schlägt sich auch in den Zahlen nieder. 45,5 Prozent der gesammelten Facebook-Reaktionen sagen „haha“, ein deutlich höherer Schnitt als bei allen anderen Parteien. Denn verglichen mit anderen Parteien, fallen die Neos mit einer deutlich unterhaltsameren Bildsprache, zum Beispiel mit Katzenbildern, auf.

28 Beiträge hat Peter Pilz zwischen dem 1. Januar und 1. Juni 2018 veröffentlicht – er postet mit Abstand am wenigsten. Es ist extrem ungewöhnlich, dass der Chef einer Parlamentspartei eine so geringe Facebook-Aktivität aufweist. Zum Vergleich: Heinz-Christian Strache postete 523 Mal, Sebastian Kurz 386 Mal, Christian Kern 345 Mal, Matthias Strolz 270 Mal und auch Werner Kogler verfasste 198 Beiträge.

41.648 Likes sammelten die Grünen zwischen 1. Januar und 1. Juni 2018. Zum Vergleich: Die FPÖ erhielt 279.434 Likes und bei der SPÖ waren es 187.288. Auch diese Zahlen zeigen, wie schwer sich die kleineren Parteien auf Facebook tun. Einerseits liegt dies wohl daran, dass diese Parteien generell eine kleinere Wählergruppe ansprechen (siehe Wahlergebnis). Andererseits kann es auch sein, dass andere Parteien pompösere Zahlen vorweisen können, weil sie mehr Geld in Facebook-Werbung stecken und somit mehr Menschen eingeblendet werden. Von außen lässt sich leider nicht eruieren, wieviel Geld die jeweiligen Parteien in die Sichtbarkeit auf Facebook stecken.

Weiterführende Infos: Erhebungszeitraum dieser Daten ist der 1. Januar bis 1. Juni 2018. In dieser Grafik wird unter der Gesamtzahl der Likes auch die Anzahl der Reactions (wütend/haha/traurig/Wow/Love) mitgezählt. Mehr zur Methodik hier.

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