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Weißt du noch, was du letzten Sommer gepostet hast?

Bilder und Kommentare, die du postest, sind jahrelang online. Sie bestimmen, wie andere dich sehen

Stelle dir vor, du hast eine tolle Ausbildung abgeschlossen, und du bewirbst dich bei einem deiner Traumjobs. Was wird dein zukünftiger Arbeitgeber wohl tun, wenn er deine Bewerbungsunterlagen durchsieht? Er wird vermutlich deinen Namen googeln, um ein vollständigeres Bild von dir zu bekommen. Mag sein, dass der Arbeitgeber schön gestaltete Projektarbeiten und nette Urlaubsfotos findet. Vielleicht stößt er aber auch auf beleidigende Kommentare – und auf unvorteilhafte Fotos von dir. Das muss nicht sein: Es ist sinnvoll, sich zu überlegen, wie man von anderen wahrgenommen werden will. Jeder kann selbst an seinem digitalen Image feilen. Nachrichten auf WhatsApp, Snapchat und Co sind dabei weniger problematisch als öffentliche Postings auf Facebook oder Instagram. Man sollte immer bedenken: Wer kann sehen, was ich poste? Und natürlich können auch Fotos, die im Privatchat ausgetauscht wurden, öffentlich im Netz landen. Denn meist hat man nicht die volle Kontrolle über die eigenen Bilder und Daten – auch andere Personen können Inhalte über einen weiterverbreiten. Wichtig ist, Bescheid zu wissen, welche Infos online über einen zu finden sind.

 

Wie du dein digitales Image überprüfen kannst:

• Google deinen Namen und sieh dir die Ergebnisse an (nutze am besten den Inkognitomodus des Browsers, dann sind die Google-Ergebnisse möglichst neutral und nicht auf dich zugeschnitten)

• Fordere Freunde auf, unpassende Inhalte zu löschen

• Checke von Zeit zu Zeit deine Profile in sozialen Netzwerken. Stelle dir folgende Frage: Welches Bild erhält ein Fremder dort von dir? 

• Sieh dir deine Privatsphäre-Einstellungen an: Wer kann aller die Fotos und Beiträge sehen?

• Überlege dir vor Postings und Kommentaren: Könnte der Inhalt andere verletzten oder verstören? Könnte dein zukünftiger Chef einen schlechten Eindruck bekommen?

• Wenn du unerwünschte Inhalte von dir entfernen willst, wende dich an den Internet-Ombudsmann: www.ombudsmann.at

 

Quiz

Angenommen, du stellst deinen Instagram-Account auf privat und löscht dein Facebook-Profil: Wirst du dadurch im Internet für Fremde unsichtbar?

A Ja, außer meinen Freunden kann dann niemand mehr unvorteilhafte Fotos und Kommentare von mir sehen.

B Ja, aber ich muss trotzdem aufpassen. Unter meinen Freunden könnte sich mein nächster Arbeitgeber befinden.

C Nein, in der Google-Suche können trotzdem Informationen und Bilder über mich auftauchen. Auch können Bekannte über mich auf sozialen Medien Infos teilen.

Du googelst dich selbst und stellst fest, dass auf einem alten Profil ein Foto von dir zu sehen ist, es zeigt dich sturzbetrunken. Du hast leider  das Passwort für das Profil vergessen. Was tust du?

A Ich lade auf meine Webseite oder meine Netzwerk-Profile neue Fotos hoch, damit das peinliche Foto in der Google-Bildersuche nach hinten rutscht und nicht mehr so leicht gefunden wird.

B Ich wende mich an das soziale Netzwerk und bitte sie, das Foto zu löschen. Wenn sie meinem Wunsch nicht nachkommen, kontaktiere ich den Internet-Ombudsmann.

C Das Bild zeigt mich so, wie ich nun mal bin. Ist es denn verboten, betrunken zu sein?

Du stehst kurz davor, eine wichtige Bewerbung an ein Unternehmen zu schicken. Wie achtest du auf dein Online-Image?

A Ich setze in den Tagen vor der Bewerbung positive Postings und Bewertungen für das Unternehmen ab, bei dem ich mich bewerbe.

B Ich achte sowieso immer darauf, was ich poste. Deshalb brauche ich mir  keine Sorgen um mein digitales Image zu machen und kann mich voll auf das Bewerbungsschreiben konzentrieren.

C Ich google mich selbst, sehe mir Einträge und Fotos an. Ich überprüfe meine Social-Media-Profile und überlege mir, welches Bild ich abgebe. Im Zweifelsfall lösche ich Postings oder Fotos.

Auflösung: hier klicken

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