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Wen die Parteien verlinken

Zwei Trends sind offensichtlich: Artikel der „Kronen Zeitung“ werden stark von der FPÖ und Parteichef Heinz-Christian Strache auf Facebook gepostet. Aufgrund der häufigen Verlinkung durch die Freiheitlichen liegt die Webseite der „Krone“ sogar auf Platz 1 der (von der Politik) meistgeteilten Seiten. Auch die Boulevardseite oe24.at wird von den freiheitlichen Accounts oft verlinkt. Der zweite deutliche Trend ist, dass alle Parteien ihre eigenen Kanäle forcieren. Die SPÖ zum Beispiel postet häufig Beiträge von kontrast.at, dem Blog des sozialdemokratischen Parlamentsklubs. Alle Parteien verlinken gerne auf ihre eigene Webseite, wobei die Liste Pilz hier am häufigsten auf sich selbst im Web verweist. Bei der ÖVP hingegen spielt weniger die Partei-Webseite eine Rolle – die digitale Strategie der Volkspartei scheint sich vorrangig um die Webseite von Parteichef Sebastian Kurz zu drehen.

Die Übersicht zeigt auch die Bedeutung etablierter Medien: Ein wesentlicher Teil der Links, die die erfassten Parteien und Politiker auf Facebook posten, führen zu klassischen Medien. Dies legt den Schluss nahe, dass sich auch die politische Debatte auf Facebook deutlich an der Berichterstattung etablierter Medien orientiert.

Neben dem etablierten Journalismus hat es allerdings auch ein sogenanntes „alternatives Medium“ auf die Liste der meistverlinkten Webseiten geschafft: unzensuriert.at wurde wiederholt von der FPÖ und ihrem Parteichef in Postings verlinkt und somit Teil der politischen Debatte auf Facebook.

 

Weiterführende Infos: Für diese Grafik wurden 1.021 Links ausgewertet, die die beobachteten Politik-Accounts zwischen 1. Januar und 1. Juni 2018 auf Facebook posteten. Nicht ausgewertet wurden Hyperlinks zu Online-Plattformen wie Instagram oder Web-Diensten wie Giphy (Liste hier). Die Methodik der Datenanalyse wird hier erklärt.

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